Josef Mayr-Nusser weiß sehr wohl, dass die Familie großen Wert hat. In der Familie lernt man zu lieben. Diese Liebe kann dann auch nach außen getragen werden, zu den Armen und Einsamen, immer auf der Suche nach Wahrheit und Güte.

Seine Frau Hildegard und sein kleiner Sohn Albert sind in Gedanken immer bei ihm. Hildegard ist seine Weggefährtin und Stütze. Die Entscheidung zu seinem letzten Zeugnis ist von Josef und Hildegard gemeinsam getroffen worden.

„Liebste, beste Hildegard! Dieses Bewusstsein, geliebtes Weib, dieses selbstverständliche Zusammenstimmen in dem, was uns am heiligsten ist, bedeutet für mich einen unsagbaren Trost. Dass ich dich, treueste Gefährtin, durch mein Bekenntnis im entscheidenden Moment vielleicht auch noch in zeitliches Unglück stürze, das nagt am schwersten an meinem Herzen.“ (Brief aus Konitz, 27.09.1944)

 

„Herzliebste Hildegard! Ganz besonders hat mich an deinem Brief innigst gefreut, was du über unsere Liebe schreibst. Ja, sie war wirklich die erste Liebe und tief und echt! Und weil ich dich kenne und weiß, was uns zutiefst und vor allem aneinander kettet, deshalb bin ich überzeugt, dass diese Liebe auch die schwere Belastungsprobe bestehen wird, die der Schritt für sie bedeutet, den mich mein Gewissen tun hieß! Hildegard, liebste, beste Frau, sei stark! Gott wird dich und mich nicht verlassen!“ (Brief aus Konitz, 12.11.1944)

 

„Mögen auch viele andere anders gehandelt haben, er traf als Einsamer seine Entscheidung, wohl bewusst der Folgen, die sie mit sich brachte. Vor ihm mag das Leben gestanden haben – seine Frau, die er zärtlich liebte, sein Söhnlein, dem sein väterliches Sorgen und Lieben galt, seine Geschwister, an welchen er mit inniger Bruderliebe hing – seine Bergheimat, die er in der Fremde und Öde der Landschaft noch mehr lieben gelernt: dies alles mag vor ihm gestanden haben. Er traf dennoch seine Entscheidung.“ (Josef Ferrari, Sterbegottesdienst am 11.04.1945)

Anregungen für heute:

Ist meine Familie ein Ort der Kommunikation?

Erziehe ich in meiner Familie zu Freiheit und Verantwortung?

Ist mein Heim auch offen für andere?

„Jesus ging in ein Haus und wieder kamen so viele Menschen zusammen, dass sie nicht einmal mehr essen konnten. Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen. Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben draußen stehen und ließen ihn herausrufen. Es saßen viele Leute um ich herum und man sagte zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich. Er erwiderte: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.“   

Mk 3,20-21.31-35​

Lehramtliche Texte

Gaudium et spes: Die pastorale Konstitution über die Kirche in der Welt von heute (2. Vaticanum):So ist die Familie, in der verschiedene Generationen zusammenleben und sich gegenseitig helfen, um zu größerer Weisheit zu gelangen und die Rechte der einzelnen Personen mit den anderen Notwendigkeiten des gesellschaftlichen Lebens zu vereinbaren, das Fundament der Gesellschaft.“

Amoris laetitia: Nachsynodales Schreiben von Papst Franziskus über die Liebe in der Familie vom 19.03.2016: „Die Familie ist die erste Schule der menschlichen Werte, wo man den rechten Gebrauch der Freiheit lernt. Es gibt Neigungen, die gleichsam durch Osmose aufgenommen werden: „Mir hat man das so beigebracht“; „Das ist es, was man mir eingeschärft hat.“ Im Bereich der Familie kann man auch lernen, die Botschaften der verschiedenen Kommunikationsmittel kritisch zu unterscheiden.“

Links

Anregungen für Familien: „Familien feiern Feste“ - Link

Familienberatung - Link

Katholischer Familienverband - Link

Haus der Familie - Link

Ausstellung der Rollups

Es gibt zwei identische Ausstellungen mit 10 Rollups, die über das Leben und die Aktualität von Josef Mayr-Nusser informieren.

Hier erhalten Sie zusätzliche Informationen zur Ausstellung.

Sie wünschen einen Vortrag oder eine Lesung über Josef Mayr-Nusser?

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