Josef-Mayr-Nusser-Lied

Das Josef-Mayr-Nusser-Lied trägt den Titel „Gelobt sei Gott, der diesen Menschen schuf“. Den Text, den Maria Luise Thurmair-Mumelter schuf, wird zur Melodie des Gotteslobliedes Nr. 422 gesungen. Das Lied ist in gedruckter Ausgabe (Text und Melodie) beim Verband der Kirchenchöre Südtirols (www.vks.it) erhältlich.

Lied erzählt vom Leben des Seligen

Von Gottes Liebe getragen

Je mehr man sich mit dem Leben von Josef Mayr-Nusser beschäftigt und sich mit seinen Schriften auseinandersetzt, umso mehr stößt man auf die feste Überzeugung des Seligen, dass Gott uns durch das Leben trägt. Davon singt ein Lied.


Fokussiert man den Blick auf die letzten Monate im Leben von Josef Mayr-Nusser, dann erschrickt man zunächst von den Schatten, die sich über sein Leben gelegt haben. Sein Glaube, der ihn zur Entscheidung drängte und für den er das viele Leiden in Kauf genommen hat, hat ihm aber auch Lichtblicke geschenkt. Josef Mayr-Nusser war der Überzeugung, dass sein ganzes Leben von Gottes Liebe umfangen ist: eine Überzeugung, die ihm Halt gab.

Getragen im Anfang

Das Lied „Gelobt sei Gott, der diesen Menschen schuf“ erzählt in fünf Strophen vom Leben des Seligen und teilt mit ihm die gläubige Gewissheit, dass wir vom Anfang bis zum Ende von Gott getragen werden. Die erste Strophe erzählt von den Anfängen: Gott hat den Menschen Josef gewollt, er hat ihn geschaffen und ihm besondere Begabungen verliehen.

Getragen im Leben

Mit diesen Gaben ausgestattet, bemüht sich Josef als gläubiger Laie, Ehemann und Familienvater durch sein Leben auf besondere Weise von Christus Zeugnis zu geben und damit auch das Leben seiner Mitmenschen, besonders der jungen und armen Menschen, heller und erfreulicher werden zu lassen. Die zweite Strophe besingt, wie er andere zum gelebten Bekenntnis ermutigt und auch sich selbst ganz auf diesen Weg einlässt.

Getragen im Tod

Die dritte Strophe, die in der Mitte des Liedes steht, besingt den großen Moment seiner mutigen Entscheidung, auch unter dem Vorzeichen von Hass und Anfeindung jener, die das von Gott geschenkte und mitgetragene Leben missachten: Eine Entscheidung, die ihn in großes Leid führt, aber getragen ist von einer unerschütterlichen Freundschaft zu Gott.

Getragen zum Zeugnisgeben

Das durchgängige Lebenszeugnis von Josef Mayr-Nusser wird uns in der vierten Strophe als Vorbild hingestellt, das Gott bewirkt hat. Ihn als Vorbild zu nehmen ist dabei keine Frage äußerer Moral, sondern eine Herzensentscheidung, die getragen ist von einer tiefen Freundschaft zu Gott.

Getragen in Ewigkeit

Die fünfte und letzte Strophe erzählt nicht vom Ende dieses Menschen. Die Liebe des Anfangs ist auch die Liebe eines neuen Anfangs: „Gelobt sei Gott, der diesen Menschen liebt“: Gottes Liebe hat in diesem Lied das erste und das letzte Wort. Gott hält Josef in seinen Händen und trägt den Seligen durch ein Leben, das keinen Tod mehr kennt. Deshalb endet dieses Lied auch mit einem Lobpreis auf den dreifaltigen Gott.

In der hier wiedergegebenen Fassung enthält das Lied in den ersten vier Strophen einen Text, den Maria Luise Thurmair- Mumelter 1985 zum 40. Todestag von Josef Mayr-Nusser entworfen hat. Das Gedicht wurde damals – in Anwesenheit der Lieddichterin – in gesungener Form in Vintl bei der Eröffnung der Mittelschule „Josef Mayr-Nusser“ vorgetragen. Nach der Seligsprechung von Josef Mayr-Nusser am 18. März dieses Jahres im Dom von Bozen wurde dieser beachtenswerte Text mit einigen wenigen Anpassungen unter die Melodie des Liedes „Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr“ gelegt, die vom niederländischen Komponisten Bernard Huijbers stammt und im Gotteslob unter der Nummer 422 zu finden ist. Damit stehen aufgrund der Gotteslob-Begleitpublikationen viele Möglichkeiten offen, diesen Gesang in Gemeinde- bzw. Chorfassung mit Orgel, Gitarre und anderen Instrumenten zu begleiten.

 

Mit der neu erstellten fünften Strophe, die der Seligsprechung Rechnung trägt, eignet sich das Lied auch als Hymnus für die Tagzeitenliturgie. Vielleicht kann dieses Lied dazu beitragen, dass das Zeugnis von Josef Mayr-Nusser auch in Zukunft in unsere Welt hineinleuchtet.

Ausstellung der Rollups

Es gibt zwei identische Ausstellungen mit 10 Rollups, die über das Leben und die Aktualität von Josef Mayr-Nusser informieren.

Hier erhalten Sie zusätzliche Informationen zur Ausstellung.

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